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Gewohnheit

“Eine Gewohnheit kann man nicht einfach zum Fenster hinauswerfen, man muss sie Stufe für Stufe die Treppe hinunterlocken.” -Mark Twain

Stimmungstagebuch

P66

Zum Aufzeichnen der eigenen Stimmung gibt es für Smartphones Mood-Tracker. Ich verwende jetzt seit einiger Zeit ‘My Mood’ auf dem iPhone und bin sehr zufrieden.

Die Daten lassen sich mit einem Code schützen und lassen sich per Mail oder iTunes exportieren (leider nicht die schönen Diagramme).

Auf die Hauptfunktion kann man gleich nach dem Start bequem zugreifen: mit einem Zeitstempel die aktuelle Stimmung anhand eines Smileys (der Text dazu lässt sich frei wählen, also auch eindeutschen) und eines Zahlenwerts (1-10) notieren.

Zusätzlich kann der Stresslevel, die Schlafdauer und -qualität, Medikameneinnahme und sportliche Aktivität (bei mir: Zero) getrackt werden.

Die Daten werden als Listen oder als chice Grafik angezeigt.

Mir fehlen Versionen für iPad und iMac -mit coolem Sync über die Cloud. Ansonsten macht das Tool auf schöne und einfache Art, was soll.

Wie schafft Ihr Euren Alltag?

Zur Zeit bekomme ich irgendwie mal wieder nichts so richtig auf Reihe: ich bin kaputt und müde, procrastiniere so vor mich hin, erledige nur das Nötigste.

Wie geht es Euch? Wie schafft Ihr Euren Alltag? Fällt Euch das leicht? Bleibt bei Euch auch mal was liegen? Mich interessiert es sehr … Auch, welche Strategien Ihr so habt.

Über Kommentare von Euch würde ich mich freuen :)

Da möchte etwas geheilt werden

Klar, da streitet es in Dir: auf der einen Seite die Angst, auf der anderen die Sehnsucht. Da möchte etwas geheilt werden

Da hat @Thalestria wohl recht …

Es ist schon nicht leicht, herauszufinden was geheilt werden möchte. Ein wenig bin ich schon dahinter gekommen, ganz klar ist es mir noch nicht. Viel schwerer ist es, die Heilung zu geben/bekommen befürchte ich.

auf und ab

Die freien Tage nach dem Jahreswechsel waren gut. Ich hatte tolle Gespräche mit netten Menschen, sowohl online, als auch im RL. Mir wurde viel Wärme und Herzlichkeit entgegen gebracht. Ich habe gelacht und neue Einsichten gewonnen. Dazu dieses verliebte Schweben, das eher noch heftiger geworden ist. A good time.

Trotz des Positiven: heute Abend fühle ich mich einsam. Nicht schön allein, sondern richtig einsam. So einsam, dass ich zum Essen in ein Asia-Lokal gegangen bin, um ein wenig unter Menschen zu sein. Viel geholfen hat es nicht. Die anderen Gäste zu zweit oder in Gruppen zu sehen, war eher frustrierend. Wenigstens war das Essen lecker.

Vielleicht kommt diese Stimmung gar nicht trotz der schönen Zeit, sondern gerade wegen ihr. Ich habe gemerkt, wie gut es mir tut mit Menschen zusammen zu sein, wie viel Spaß es macht zusammen etwas zu machen, auch wenn es anstrengend ist. Jetzt fehlt es mir, ich habe Angst es für immer verloren zu haben. Panik.

Nun höre ich mit ‘Depri’ getaggte Musik und hoffe, dass ich mal früher schlafen kann.

Morgen kommt meine Tochter zu mir. Ein Lichtblick.

 

Freiwild

Es gibt ein neues Spielzeug. Auf threewords.me kann man mich mit drei Worten taggen. Irgendwie finde ich es faszinierend. 

Auf der einen Seite, zu lesen, wie Andere mich sehen. Es spannend zu lesen, wie ich auf andere wirke und es mit der eigenen Wahrnehmung zu vergleichen. Einige Tags regen zum Nachdenken an. Vor allem die, die vom Selbstbild abweichen.

Zum Beispiel ‘Freiwild’. Da ist natürlich die Frage, wer sieht mich so und warum? Stimmt es gar? Ich sehe mich da so völlig anders, als viel zu ängstlich und zu distanziert, um ein ‘leichtes Ziel’ zu sein. Ich freue mich sehr über Aufmerksamkeit. Ist das gemeint? Oder ist es ein Missverständnis von Polyamory? Oder kommt mein Interesse an Menschen als Anmache an? Das ist Stoff zum grübeln. gute Sache.

Die andere Seite ist, jemanden drei Worte zu geben. Ich muss dafür gut überlegen. Wie sehe ich diesen Menschen, welche Eigenschaften finde ich wichtig? Eine gute Möglichkeit zur Reflexion.

 

Weihnachten war Okay

Die Vorstellung Weihnachten alleine zu verbringen war für mich erstmal kein Problem, es waren zwei Spätdienste geplant. Durch Krankheit einer Mitarbeiterin hatte ich jedoch nur an Heiligabend einen Nachtdienst – und als ab Nachmittag alles um mich ruhig wurde, kam die Einsamkeit durch. So gegen sechs Uhr war es am schlimmsten, die Zeit in der mit den Kindern immer Bescherung war.

Aber ich hatte ja Nachtdienst und es war schön bei den Übergaben die Kolleginnen kurz zu sehen und mit der Kollegin, mit der ich Dienst hatte, zu reden. Es war eine ruhige Nacht und wir konnten uns viel erzählen. Nach dem Ausschlafen am nächsten Tag gab es überraschend über Twitter noch ein schönes Treffen, mit netten Leuten und viel Essen. Das war wirklich toll und hat den Tag gerettet.

Heute habe ich einfach nur gechillt, viel Musik gehört und viel zu viel geraucht. Und ich habe das Alleinsein genießen können.  

eigentlich OK

Das Wochenende, diesmal ging es von Freitag bis Montag, war ziemlich gut. Ich hatte Zeit zum chillen, war bei der Kulturnacht hier in Braunschweig (das erste mal einmal komplett vom Regen durchnässt), hatte einen Tag meine Kids (zum Glück inklusive trockenem Spielplatzbesuch) und habe eine Floßfahrt zu den Kunstwerken des Lichtparcours mitgemacht (das zweite mal völlig nass vom Regen). Ich habe mich total wohl gefühlt :)

Im Job läuft es, so weit ich das beurteilen kann, auch ganz gut. Ich bin von dem Team der Station, auf der ich seit April arbeite freundlich aufgenommen wurden und fühle mich nicht mehr ganz so unsicher. Die Arbeit macht mir wieder richtig Spaß (trotz des sehr frühen Aufstehens zum Frühdienst ;) .

Auch Privat läuft es gut. Meine BestFriendForever und ich scheinen das richtige Verhältnis von Nähe und Freiheit gefunden zu haben, ohne in einer festen monogamen Beziehung zu stecken. Wir gehen harmonisch und liebevoll wie lange schon nicht miteinander um. Wir freuen uns auf jedes Wiedersehen. Die Zeit, die jeder für sich hat, verstärkt die Vertrautheit noch.

Klar, gibt es auch nicht so schönes. Ich habe immer noch Angst wieder in dieses schwarze Loch zu fallen. Sehe kleine Störungen im Befinden gleich als Vorboten von schlimmen Zeiten. Zum Glück spüre ich mittlerweile besser, was mir dann gut tut.

Ich leide immer noch ein wenig unter Konzentrationsschwierigkeiten, bin nicht mehr so leistungsfähig, wie vor dem BurnOut. Ich kann ganze Tage verschlafen.

Durch die Veränderungen in meinem Leben (inklusive zwei Umzüge) bin ich finanziell immer noch etwas angeschlagen. Dadurch (und durch den Schichtdienst) nehme ich auch nicht an so vielen Treffen teil, wie ich gern möchte. Das ist Schade.

Aber insgesamt geht es mir gut, es ist eigentlich OK.

 

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